Heute fand auf Einladung der Medienförderung Rheinland-Pfalz im Capitolkino Mainz ein Dialogforum statt, dass Politiker aus Land und Kommunen mit Vertretern von Kinos und Festivals zusammen brachte. Auf dem Panel saßen für die AG Kino – Gilde deren Geschäftsführer Felix Bruder, Janis Noah Kuhnert, Vorstand Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. und Verena Schmidt, Geschäftsführerin Medienförderung RLP GmbH. Noch wichtiger waren aber die Teilnehmenden und Zuhörer, die sich gemeinsam Gedanken über zielgenaue und erfolgreiche Förderung machten. Darunter Dennis Alt (SPD), Staatssekretär im Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur sowie weitere Ministeriumsvertreter, Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker.
Die Nachrichten zu Beginn der Woche waren nicht so gut für den Medienstandort Rheinland-Pfalz. Der SWR wird seinen Anteil für die Film- und Medienförderung um 250.000 Euro reduzieren. Bei einem Gesamtetat von ca. 1,5 Mio. Euro eine bedeutende Summe. Entsprechend groß war der Aufschrei in der dortigen Branche.
Um so gespannter blickten die Branchenvertreter auf diesen Termin, ging es doch darum, die neu zugeschnittenen Verantwortlichkeiten bei der Film- und Medienpolitik in Rheinland-Pfalz zu klären und deren künftige Ausrichtung mit zu gestalten. Bei der Kinoförderung liegt Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich noch an letzter Stelle. Es gibt immerhin einen Kinoprogrammpreis, der aber bisher eher bescheiden ausgestattet ist. Felix Bruder und Janis Kuhnert machten deutlich, dass die Kinos und Festivals nicht am Ende der Verwertungskette stehen, sondern zentral sind, um geförderte Filme sichtbar zu machen. Viel zu oft werden die Kinos bei der Förderung nicht hinreichend berücksichtigt. Dabei spielen sie für die Filmwirtschaft, aber auch für die Städte und Gemeinden eine wichtige Rolle.
Das machte auch der zuständige Staatssekretär für den Bereich Medien in Rheinland-Pfalz Torsten Welling (CDU) in seiner Videobotschaft deutlich. Es mangelt also nicht an der Erkenntnis, das Kinos wichtig sind. Um so mehr war der Termin eine Chance, den anwesenden Entscheidern Möglichkeiten für eine zielgenaue und vor allem verlässliche Förderung aufzuzeigen. Eine Programm- und Investitionsförderung sind dabei zwei Seiten derselben Medaille. Felix Bruder nahm der Politik die Angst für einer Förderung. Im Vergleich zu anderen Bereichen sei die Kinoförderung schon mit relativ wenigen Mitteln effektiv zu gestalten. Man war sich aber auch einige, dass man nicht warten dürfe, bis es für die Filmtheater zu spät ist.
Bild: v.l.: Staatssekretär Dennis Alt, Verena Schmidt (Medienförderung RLP), Felix Bruder (AG Kino – Gilde), Janis Noah Kuhnert (BkF)






