Adams Acht

Endlich mal wieder ein knackiger Sportfilm: im Mittelpunkt der legendäre „Deutschland-Achter“ und sein Trainer Karl Adam. Aber hier geht’s um noch mehr, unter anderem um deutsche Geschichte.

 

Über den Film

Originaltitel

Adams Acht

Deutscher Titel

Adams Acht

Produktionsland

DEU

Filmdauer

124 min

Produktionsjahr

2026

Produzent

Ivo-Alexander Beck, René Frotscher

Regisseur

Hannu Salonen

Verleih

Majestic Filmverleih GmbH

Starttermin

17.09.2026

 

Ende der 50er Jahre, mitten im deutschen Wirtschaftswunder und im Kalten Krieg, gerät eine vollkommen unbekannte deutsche Kleinstadt in den Fokus von Sportfans in aller Welt. Das verträumte Ratzeburg, direkt an der Grenze zur DDR, wird zum Schauplatz eines unglaublichen Aufstiegs. Alles beginnt damit, dass der Lehrer Karl Adam, ein ehemaliger Boxer, dazu verdonnert wird, die Ruderabteilung seiner Schule zu übernehmen. Er hat keine Ahnung vom Rudern, aber das ändert sich bald. Und da sind auch die Jungs: acht plus Steuermann, eine ziemlich wilde Bande, für die es alles andere als selbstverständlich ist, zusammen in einem Boot zu sitzen. Gemeinsam mischen sie aber erstmal die arrogante deutsche Ruderszene auf. Sie wird von elitären Clubs dominiert, gegen die Oxford und Cambridge beinahe prollig wirken. Obwohl sie nicht mal einheitlichen Mannschaftstrikots haben (Skandal!), gewinnt der Ratzeburger Achter als Außenseiter die Deutsche Meisterschaft. Und das große Ziel rückt immer näher: die Olympischen Spiele in Rom.

 

Ein kerniges Sport- und Aufsteigerdrama also, doch neben dem harten Training nach seinerzeit revolutionären Methoden und den spannenden Rennen geht es hier vor allem um Karl Adam: Er ist durch seine Tätigkeit als Boxtrainer in einer der berüchtigten Napola-Schulen vorbelastet. Für ihn zählt nur der sportliche Ehrgeiz. Darunter leidet sein Familienleben, aber auch die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Oliver Masucci spielt den „Ruderprofessor“ Karl Adam als klugen, aber innerlich zerrissenen Mann mit vielen Ecken und Kanten, der immer sympathischer und verletzlicher wirkt. Stellvertretend für die acht Ruderer (und den Steuermann nicht vergessen, der immer der kleinste und leichteste im Boot ist), sei noch Hans Lenk (Felix Kammerer) erwähnt, der nach Aristoteles Ari genannt wird und dereinst Karl Adams Nachfolger werden wird. Ein rebellischer, junger Philosophiestudent aus Ratzeburg, der in eine junge Apothekerin auf der anderen Seite der Grenze verliebt ist und dadurch hin- und hergerissen ist zwischen Sport und Liebe. Er kann sie nämlich nur sehen, wenn er nachts heimlich über den See rudert. Das gibt Muckis! sic!

 

Gaby Sikorski

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