Godzilla Minus Zero

Drei Jahre nach „Godzilla Minus One“ präsentiert Toho den nächsten Film, der den ersten fortsetzt. Es ist ein alternative Zeitlinie, die Filme verstehen sich nicht als Prequels zu den klassischen „Godzilla“-Filmen. Das erlaubt ihnen auch mehr Spielraum. Spielte der erste Film noch 1947, so befindet man sich jetzt im Jahr 1949. 

 

Über den Film

Originaltitel

ゴジラ-0.0

Deutscher Titel

Godzilla Minus Zero

Produktionsland

JP

Filmdauer

135 min

Produktionsjahr

2026

Produzent

岸田一晃, 守屋圭一郎, 阿部豪

Regisseur

Takashi Yamazaki

Verleih

PLAION PICTURES GmbH

Starttermin

05.11.2026

 

Ein neues Monster taucht auf: Ghidorah. Dieses legt eine japanische Stadt in Schutt und Asche, weswegen das US-Militär den Japanern eine Aerosol-Bombe gibt, mit der das Monster besiegt werden soll. Aber es ist zäh, und nicht nur das, es ist in seiner Entwicklungsstufe auch noch nicht fertig. Das Kaiju wird größer und gefährlicher, weswegen ein kühner Plan ersonnen wird. Der ebenfalls wieder aufgetauchte Godzilla soll auf Ghidorah gehetzt werden, aber das ist leichter gesagt als getan.

Der erste Film kostete zwischen zehn und zwölf Millionen Dollar, der zweite soll um die 20 Millionen gekostet haben. Im Vergleich zu amerikanischen Großproduktionen, gerade auch aus dem MonsterVerse mit Godzilla und Co., ist das Kleingeld. Aber der Film sieht nicht nach Kleingeld aus. Autor und Regisseur Takashi Yamazaki zeichnete auch wieder für die Effekte verantwortlich, von denen es hier noch mehr gibt. Der Luftkampf mit Ghidorah, aber auch der Kampf der Monster oder wenn das Kaiju eine Stadt plattmacht, sind atemberaubend gut. So gut, dass man sich fragt: Wieso braucht man in Hollywood ein Vielfaches des Budgets, um emotional weniger packende Filme zu produzieren?

Denn auch wenn „Godzilla Minus Zero“ nicht ganz an die Klasse seines Vorgängers heranreicht, so ist dies doch ein imposanter Monsterfilm, der aber nicht nur auf die Kreaturen abstellt, sondern die menschlichen Figuren in den Fokus rückt. Das hat schon den ersten Teil zum Erfolg gemacht, und hier geht die Formel erneut auf. Denn hier interessiert man sich nicht nur für die Action, sondern auch für das Drama. Sicher, ein paar der Schauspieler übertreiben auf die typisch japanische Art und Weise, und auch das Ende versucht etwas arg, auf die Tränendrüse zu drücken, aber dennoch: Hier hat man einen 135 Minuten langen Monsterfilm, der es in sich hat.

„Godzilla Minus Zero“ ist ganz großes Blockbuster-Kino, dessen große Bilder von einer mindestens ebenso wuchtigen Musik getragen werden. Dass der Film die Handlung des Vorgängers fortsetzt, ist erfreulich, macht es aber im Grunde auch nötig, sich den Film zuvor noch einmal anzusehen. 

Wenn die neue Toho-Reihe um Godzilla dieses Niveau auch weiterhin halten kann, dann darf sie gerne noch lange fortdauern. Trotz zweier Monster sind hier noch nicht die Verschleißerscheinungen der früheren Reihe oder der MonsterVerse-Filme zu beobachten, weil Takashi Yamazaki weise genug ist, sich nicht nur auf die Kreaturen zu konzentrieren. Gerade deswegen sind sie hier aber auch so gut. Zudem traut er sich, auch etwas zu verändern, denn Ghidorah ist einer der liebsten Godzilla-Gegner, aber hier zeichnet er eine Entwicklung nach, die durchaus mit Überraschungen daherkommt. Alles in allem gilt: der Monster-Spaß des Jahres. 

 

Peter Osteried

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