CICAE Mitgliederversammlung in Cannes

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Internationalen Arthouse-Verbands CICAE zum Filmfestival in Cannes war in diesem Jahr der Zusammenschluss von Warner Bros. und Paramount ein zentrales Thema. Es ist kein Geheimnis, dass die Kinobranche weltweit den Merger als große Gefahr für die Programmvielfalt sieht. Zeigte doch das Beispiel des Kaufs von Fox/Searchlight durch Disney, dass die Zahl der Kinofilmproduktionen fast um die Hälfte auf 14 Filme jährlich zurückging.

So hält auch die US-amerikanische Arthouse-Convergence, die ebenfalls bei der Versammlung zur Gast war, nicht viel von mündlichen Zusagen der Paramount. Sie unterstützt die Kampagne https://blockthemerger.com/

Auf europäischer Ebene arbeiten die Kinoverbände daran, dass die EU-Kommission ein scharfes Auge auf die Übernahme hat. Ziel ist es, in einem so genannten „Phase 2-Verfahren“ wettbewerbsrechtliche Auflagen an die neue Firma zu machen, die vor allem das Thema Kinoauswertung im Blick haben.

Daneben ging es aber auch um die Entwicklung des EU-Media Programms im Zuge der Reformen hin zum so genannten EU-Agora Format. Bei allem Reformwillen dürfen doch die erfolgreichen Strukturen, die Media in den letzten Jahrzehnten geschaffen hat nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Schließlich stellte die CICAE ihre zahlreichen Projekte vor. Darunter die Weiterbildung für junge Kinobetreibende „Arthouse Cinema Training“ zu dem sich in diesem Jahr rekordverdächtige 98 Teilnehmende angemeldet haben, den Europäischen Arthouse Kinotag am 22.11.2026 und den Arthouse Cinema Hub.

Bild: Mitglieder der CICAE bei der traditionellen Versammlung zum Festival in Cannes (c) CICAE

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