Liebling Kino-Prämie wird ausgezahlt

Es hat eine ganze Weile gedauert aber nun teilt die FFA mit, dass die Benachrichtigungen für die neue Programmförderung des Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien (BKM) verschickt werden können. Mit 14 Cent pro Besucherpunkt liegt der Punktwert gut über der bisherigen Kinoreferenzförderung. Zudem werden die Prämien nun direkt ausbezahlt und die Mittel können sofort in die Programmarbeit im Kino investiert werden.

In dieser ersten Runde werden 464 Kinos ausgezeichnet. Laut einer Auswertung der FFA fallen die meisten Prämienpunkte auf Kinos mit 3 bis 7 Leinwänden mit 52%. Ein- und Zweisaalhäuser sammeln 42% der Punkte. Auch wenn knapp 50% aller Anträge aus Orten unter 50.000 Einwohnern kommen, zeigt sich, dass vor allem die Großstädte über 500.000 Einwohner mit 44% die meisten Punkte holen, was sicher auch an den kulturellen Boostern liegt. Diese können 303 der Kinos für sich in Anspruch nehmen.

Die AG Kino – Gilde, die das Programm maßgeblich mitgestaltet hatte, zeigt sich zufrieden über diese erste Runde. Der Vorsitzende Christian Bräuer betont: „Es zeigt sich bereits jetzt, dass „Liebling Kino“ seine Wirkung entfaltet. Ein Kino, das auf innovative Filme aus Deutschland und Europa setzt und das festival-prämierten Werken eine Plattform gibt, geht ein höheres wirtschaftliches Risiko ein. Die Kinos investieren mehr in lokales Marketing und haben wesentlich mehr Arbeit mit der Programmierung. Dieser Mehraufwand wird mit den jetzt ausgeschütteten Mitteln gewürdigt und ein Stück weit kompensiert.“

Das Programm „Liebling Kino“ ist insgesamt mit 7 Mio. Euro ausgestattet. Es honoriert Kinos, die in ihren Programmen vor allem deutsche und europäische Filme zeigen, sowie Werke, die bei bedeutenden Festivals Premiere feierten oder Oscar-nominiert waren. Zudem wird besonderes Engagement für Kinder- und Jugendfilme, Dok- und Kurzfilme, sowie Reihen und Veranstaltungen honoriert.

 

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