Das Filmkunstfest MV sorgte in den vergangenen Tagen in Schwerin mit 120 Filmaufführungen sowie einem umfassenden Begleitprogramm aus Filmgesprächen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und den erstmals veranstalteten Branchentagen MV für gute Kinostimmung in der Stadt. Festival-Leiter Volker Kufahl sprach gar von einem „Höhepunkt in der Geschichte des 1991 gegründeten Festivals.“
Bereits der Eröffnungsfilm hatte sich als Heimspiel für den Mecklenburger Lokalmatador Dieter Schumann erwiesen. Die Uraufführung seines in dem Schweriner Neubaugebiet Großer Dreesch gefilmten Dokumentarfilms GARTEN DER HOFFNUNG wurde vom Festivalpublikum mit Begeisterung aufgenommen. Der Film, der im Dokumentarfilmwettbewerb lief, wurde mit dem WIR-Vielfaltspreis ausgezeichnet.
Das Gastland Island sorgte für viele ausverkaufte Vorstellungen und Begeisterung beim Schweriner Publikum. Viele isländische Filmschaffende waren vor Ort und stellten ihre Werke persönlich vor.
Der Höhepunkt war sicherlich die Verleihung des Goldenen Ochsen an den Ehrenpreisträger Armin Mueller-Stahl durch die Schirmherrin des Festivals, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und den Festivalchef Volker Kufahl. Zuvor hatte Björn Engholm, enger Freund Mueller-Stahls und ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, den großen Schauspieler in seiner Laudatio gewürdigt. Mit Standing Ovations feierte das Schweriner Publikum im Capitol Filmpalast emotional den Ausnahmekünstler Armin Mueller-Stahl, der in seiner Dankesrede mit Charme, Witz und ein wenig Nostalgie reagierte.
Bild: Armin Müller-Stahl erhält den Goldenen Ochsen in Schwerin (c) Filmfest MV – Isabell Reisberg




