Seit September ist die Cinéfête wieder auf großer Tour durch Kinos in ganz Deutschland. In den Wochen rund um die Herbstferien zeigen traditionell besonders viele Kinos das originalsprachliche Filmprogramm und empfangen junge Französischlernende in ihren Sälen. Projektleiterin Susanne Mohr nutzte die Gelegenheit, teilnehmende Häuser zu besuchen und vor Ort mit Kinobetreibenden, Veranstalterinnen, Lehrkräften und Schüler*innen in den Austausch zu gehen. Das Landesmedienzentrum Wiesbaden (Caligari Filmbühne) und das Union – Studio für Filmkunst Kaiserlautern freuten sich über den Besuch und die Möglichkeit, eigene Impulse für die Gestaltung und Weiterentwicklung des Projekts zu teilen.
In Wiesbaden befindet sich die Caligari Filmbühne zwar noch immer in Umbauarbeiten, öffnete dem Medienzentrum für Cinéfête aber für eine Woche ausnahmsweise die Türen. Das kam an: Die zehn Vorstellungen, die in der einen Woche angeboten werden können, waren mit ihren circa 200 Plätze laut Maria Weyer (Abteilungsleiterin Medienpädagogik) schnell ausgebucht. Viele Schulklassen reisen trotz planerischer Hürden im Schulalltag aus dem Taunus und der Region an. Auch die in Wiesbaden zusätzlich buchbaren Filmgespräche nach den Vorstellungen sind beliebt.
In Kaiserlautern verfolgt Kinobetreiberin Ursula Simgen-Buch einen anderen Ansatz: Im Union bietet sie das Schulfilmfestival über einen Zeitraum von vier Wochen an und versucht jeden Buchungswunsch der Französischlehrer*innen zu erfüllen – auch wenn das bedeutet, das Kino exklusiv für eine Schulklasse zu öffnen. Dass die Lehrer*innen ihr dieses Engagement danken, wurde in den Gesprächen zwischen den Vorstellungen deutlich.
Der Besuch bei den Cinéfête-Kinos hat noch einmal verdeutlicht: Das Festival lebt von engagierten Kinobetreibenden und Lehrkräften, die ihren Schüler*innen ein „Sprachbad“ im Kino (O-Ton einer Wiesbadener Lehrerin) ermöglichen!
Bild: Maria Weyer und Susanne Mohr in Wiesbaden (c) Landesmedienzentrum Wiesbaden






